
20.04.| Von Hass und Verständigung. Ein Abend mit Luai Ahmed
20. April 2026 @ 19:00 - 21:00
Antisemitismus ist keine Randerscheinung – er durchzieht gesellschaftliche Milieus in Europa wie im Nahen Osten. Auch in der arabischsprachigen Diaspora in Europa zeigt sich, wie antisemitische Narrative, die im Herkunftskontext als selbstverständlich gelten, in neue gesellschaftliche Realitäten getragen werden und dort auf fruchtbaren Boden treffen. Die Frage, wie diesen Mustern wirksam begegnet werden kann, ist eine der drängenden Herausforderungen der europäischen Gegenwart.
Luai Ahmed nähert sich diesen Fragen aus einer sehr persönlichen Perspektive: Im Jemen aufgewachsen, war Judenfeindlichkeit für ihn lange eine Selbstverständlichkeit. Heute setzt er sich als Buchautor, Journalist und Aktivist öffentlich gegen Antisemitismus und für jüdisch-arabische Verständigung ein – und reflektiert dabei kritisch, welche gesellschaftlichen und religiösen Strukturen einen solchen Wandel erschweren. Seit 2024 engagiert er sich bei Builders of the Middle East, einer Organisation, die Online-Extremismus bekämpft und Aufklärungsarbeit in der Region fördert.
Mit über 600.000 Followern auf X, Instagram, TikTok und Facebook erreicht Ahmed ein breites Publikum und hat sich als eine wichtige Stimme im Diskurs auf den sozialen Medien etabliert. Bekannt wurde er auch durch seine Campus-Aktionen, bei denen er das direkte Gespräch mit Israel-Gegnern sucht, diese Begegnungen dokumentiert und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich macht.
Am 20. April 2026 in Hamburg möchten wir gemeinsam mit ihm diskutieren: Wie entsteht antisemitische Sozialisation – und unter welchen Bedingungen ist ein Bruch damit möglich? Wie manifestiert sich dieser Antisemitismus in europäischen Gesellschaften, und welche besonderen Herausforderungen stellt er für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt? Welche Möglichkeiten und Grenzen bieten soziale Medien im Kampf gegen Hass und Extremismus? Und welche Rolle spielt der Jemen im größeren Kontext regionaler Destabilisierung und antisemitischer Mobilisierung?
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Bitte rechnen Sie mit Ausweiskontrollen am Eingang und führen Sie keine Taschen mit. Anmeldung erforderlich unter
