Vortrag am 4.11. - Linda Giesel - Verbaler Antisemitismus

 

4. November 2014 - 18.30 Uhr - Chabad Lubawitsch, Rothenbaumchaussee 19

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus lädt das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg zu Vortrag und Diskussion mit der Linguistin Linda Giesel zum Thema "Verbaler Antisemitismus im Online-Kommentarbereich linker Tageszeitungen".

Ankündigungstext zur Veranstaltung:

Logo Aktionswochen gegen Antisemitismus

„Fest steht: Der Antisemitismus, enthalten im Anti-Israelismus oder Anti-Zionismus wie das Gewitter in der Wolke, ist wiederum ehrbar. Er kann ordinär reden, dann heißt das ‚Verbrecherstaat Israel‘. Er kann es auf manierliche Art machen und vom ‚Brückenkopf des Imperialismus‘ sprechen […]“ Jean Améry, 1969

„Dieser Staat entblößt jetzt sein hässliches Gesicht der Apartheid der ganzen Welt“. Mit diesen Worten kommentiert ein User auf der Onlineplattform der tageszeitung (taz) die Außenwirkung der israelischen Steuerpolitik. Anhand qualitativer sprachwissenschaftlicher Untersuchungen werden seit wenigen Jahren die verbalen Formvarianten des Antisemitismus untersucht. Die Ergebnisse einer linguistischen Korpusstudie zum verbalen Antisemitismus in Online-Kommentarspalten linker Tageszeitungen sollen in diesem Vortrag exemplarisch erläutert werden. Dabei stehen die Fragen, auf welche Weise Antisemitismus aktuell artikuliert wird und ob es eine spezielle Form des Antisemitismus in Kommentarspalten linker Tageszeitungen gibt, im Zentrum der Betrachtung.

Linda Giesel studierte an der Universität Rostock und an der Humboldt Universität zu Berlin Germanistik, Politikwissenschaft und Linguistik. Seit 2014 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet der Allgemeinen Linguistik an der Technischen Universität Berlin tätig und promoviert bei Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel.


Förderhinweise:

Die Vortragsveranstaltung des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg ist Teil der bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Amadeu Antonio Stiftung.

Das Ziel der Aktionswochen ist, einmal im Jahr an vielen Orten gleichzeitig ein breites Spektrum von Veranstaltungen gegen Antisemitismus zu vernetzen und dadurch Diskussionen über historische und aktuelle Erscheinungsformen von Antisemitismus in Gang zu setzen. Themenschwerpunkt in diesem Jahr ist der aktuelle und gegenwärtige Antisemitismus in Deutschland und Europa.


 
 

Informationen des Präsidiums