Lesung am 11.04.2018: Chaim Noll aus Israel

Mittwoch, 11. April 2018 - 19 Uhr - Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V. - Kontorhaus, Meßberg 1, 20095 Hamburg

Chaim NollChaim Noll, Schriftsteller in Beer Sheva, Israel, kommentiert und analysiert seit Jahren die politischen Entwicklungen des Nahen Ostens in verschiedenen europäischen Medien. Er gibt einen Überblick über Israels neue Situation inmitten der starken Umbrüche der Region und steht danach für eine offene Diskussion zur Verfügung.

Ursprünglich Hans Noll, wurde er 1954 als Sohn des Schriftstellers Dieter Noll in Berlin (Ost) geboren. Dem Studium der Mathematik in Berlin und Jena folgte ein Studium der Kunst und Kunstgeschichte. Noll war Meisterschüler der Akademie der Künste. Anfang der 80er Jahre verweigerte er den Wehrdienst in der NVA der DDR und wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Chaim Noll löst sich daraufhin aus seinen Bindungen an Staat und Partei, was zugleich den Bruch mit seinem Vater nach sich zieht. 1984 wird Noll ausgebürgert, geht in den Westen, arbeitet als Journalist und beginnt eine Karriere als Schriftsteller.

1992 bis 1995 verbrachte er mit seiner Familie in Rom und zog von dort nach Israel; eine Alijah, die sie 1998 zu israelischen Staatsbürgern werden lässt. Er lebt heute mit seiner Frau am Rande der Wüste Negev und ist Writer in Residence und Dozent am Center for International Student Programs der Ben Gurion Universität Beer Sheva. Zu seinem schriftstellerischen Werk gehören Gedichte, Erzählungen, Romane und Essays (Am bekanntesten sind: „Meine Sprache wohnt woanders – Gedanken zu Deutschland und Israel“ Co-Autorin Lea Fleischmann;“Kolja-Geschcihten aus Israel; „"Die Synagoge. Roman; "Der Schmuggel über die Zeitgrenze. Erinnerungen."; „Der Kitharaspieler“ und „Der goldene Löffel“). Ein vielversprechender Abend erwartet uns.

 
Eine Veranstaltung des Ebenzer Hilfsfonds Deutschland e. V., der Konrad Adenauer Stiftung, und der DIG Hamburg





 
 

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